Die Geschichte des Karnevals

Karneval ist abgeleitet aus dem lateinischen “carne vale”, was soviel wie “lebe wohl Fleisch” bedeutet. Ursprünglich ist damit der Tag vor Beginn der 40tägigen Fastenzeit gemeint.

Die Geschichte zeigt, dass der Ursprung in den Klöstern liegt. Am Tag vor Aschermittwoch (mit selbigem beginnt die Fastenzeit) wurde noch einmal richtig gevöllt und vor allem fette Speisen genossen, auf gesundes Sein wurde dieser Tage verzichtet, denn die Fastenzeit stand ja vor der Tür. Hier rührt auch die Tradition her, dass an Karneval gerne fette Dinge wie Berliner oder Krapfen verzehrt werden.

In früheren Zeiten konnten sich nicht alle Menschen fette Speisen leisten. Von daher zogen am Tag vor Aschermittwoch reichere Leute durch die Städte und verteilten derartige Genüsse an die ärmeren Mitmenschen. Die Geschichte lehrt hier zwei Dinge. Der höchste Feiertag des Karneval war ursprünglich der Dienstag (Veilchendienstag) und aus diesem Verteilen von Speisen entwickelten sich die Umzüge (noch heute werden
dort Speisen und Getränke gereicht und Bonbons geworfen).

In dem vorgenannten Kontext ist schließlich auch das Thema “Faschingskostüm” zu sehen. Allerdings ist hier die Zuordnung nicht ganz so einfach. Die Fastnacht (Nacht vor dem Fastenbeginn) ist letzten Endes religiös begründet. Ein Kostüm kann aber durchaus heidnische Wurzeln haben. Diese Verbindung findet man z.B. dort, wo mittels des Fastnachtskostüms die bösen Geister des Winters vertrieben werden sollen.

Im Endeffekt ist der Hauptmotivator jedoch das bunte Treiben vor der kargen Fastenzeit. In diesem Kontext ist vermutlich auch das Kostüm zu sehen. Man lebt die Wünsche und Genüsse aus und widmet sich anschließend der Fastenzeit.